Was bedeutet eigentlich?

Apps: Kernstück heutiger Smartphones

App ist die Kurzform für Applikation. So werden kleine Anwendungen und Spiele bezeichnet die für Smartphones und Tablets geschrieben worden sind.

Als Quelle für Apps dienen vom Betriebssystem abhängige Onlineplattformen wie der Play Store von Google. Hier kann man sich bequem Spiele und Programme aller Art runtergeladen und installiert werden.


Backup

Unter Backup wird verstanden, das bewusst gewollte Kopieren von Daten, um einen Datenverlust zu verhindern. Meist werden die Backupdateien auf einem anderen Speichermedium gesichert sei es ein USB-Stick, am Server oder eine Externe Festplatte. Diese gesicherten Daten werden wiederum als Sicherungskopie genannt. Und im Falle das die Daten wiederhergestellt werden spricht man von einer Datenwiederherstellung.


Bloatware

Bloatware ist meist vorinstallierte Software vom Gerätehersteller wie am Beispiel Samsungs mit dem Game Hub und andere vorinstallierten Hersteller-Apps.

Diese Art von Apps haben meist eine geringe Nutzbarkeit,  "blähen" das Gerät nur auf und verbrauchen unnötig Leistung und Speicher auf dem Smartphone. Eine Deinstallation der Bloatware vom Android System ist nicht ohne Root möglich.

 

Bootloader

Der Bootloader ist die erste Instanz beim Starten eines Systems (in unserem Fall Android), und initiiert die notwendigen Treiber zum Starten des Betriebssystems.

 

Beim Start eines Smartphones wird zunächst der Bootloader gestartet woraufhin dieser anschließend alle notwendigen Treiber zum Starten des Betriebssystems lädt und ausführt.

Eine Hauptaufgabe des sogenannten Bootloaders ist beispielsweise das starten des Kernels. Dieser Kernel wiederum startet das komplette Android Betriebssystem.

Auf Android Handys kann ein geöffneter Bootloader infolgedessen zum Ausführen von Systemveränderungen benutzt werden. Darum ist der Bootloader bei den meisten Android Herstellern gesperrt und muss erst mit Zustimmung entsperrt werden,


Branding

Bei einem Branding versieht der Netzbetreiber das Smartphone mit kleinen Änderungen an Hardware und Software.

Zu einem Hardware-Branding zählen zum Beispiel das Netzbetreiber-Logo auf Vorder- oder Rückseite.

Ein Software-Branding beinhaltet alle Veränderungen, die der Netzbetreiber Softwareseitig vornimmt. Beispielsweise kann dieser eine eigene Bootanimation, eigene Apps oder andere Spielerein wie Klingeltöne und Einstellungen vorinstallieren. Außerdem entscheidet der Provider somit wann ein gebrandetetes Smartphone ein vielleicht bereits schon veröffentlichtes Update erhält.

 

Software-Brandings können mit einer Custom Rom oder eine Brandingfreie Rom entfernt werden.

 

Bootloop

Bootloop ist der gängige Ausdruck für Startschleife. In diesem Zustand hängt das Smartphone im Bootscreen fest und die Start-Animation wiederholt sich immer und immer wieder.

Grund sind meistens notwendige Daten aus dem Android System die nicht erfolgreich geladen werden können.

Diese Art von Fehler folgt meistens nach einem falschen Update- oder Flash-Vorgang, bei dem ein inkompatibler Kernel, eine falsche Androud Version installiert wurde oder wichtige System Daten gelöscht wurden.

Lösbar ist dieser Fehler mit dem Zurücksetzen des Geräts oder Einspielung eines zuvor gemachten Backups.


Brick

Brick bedeutet im Englischen Ziegelstein.

So fühlt sich wohl auch für die meisten das Smartphone an nach einem erfolgreichen Brick.

Es handelt sich dabei um ein komplett defektes Gerät, bei dem eine Wiederherstellung nicht mehr möglich ist. Ein Brick ist meist die Folge aus unüberlegtem Vorgehen.

Um das zu vermeiden heisst es: Anleitungen zum Flashen lesen, verstehen, nachvollziehen und Fragen, Fragen, Fragen.


Custom Rom

Ein Custom Rom ist ein alternatives Android Betriebssystem, das in der Regel von einem oder mehreren freiwilligen Entwicklern programmiert wird.

 

Basis ist meist der Code aus dem Android Open Source Project (AOSP) oder die Original-Firmware des spezifischen Smartphones. Das Custom ROM ist daher keine Erweiterung des vorinstallierten Systems, sondern ersetzt diese vollständig.

 

Vorteile eines Custom Roms

  •  eine schlanke Alternative zur vorinstallierten und oft mit viel unnötigen Features ausgestatteten Firmware
  • mehr freier Speicherplatz und ein runder laufendes System
  • erweiterte Oberfläche und mehr Anpassungsmögichkeiten
  • alternative Bedienmenüs und weitere tiefgreifende Systemänderungen
  • ältere und günstigere Geräte die Hersteller nicht oder nur über einen kurzen Zeitraum Updates erhalten haben auf den neuesten Stand bringen
  • System-Patchs, die zum Beispiel Sicherheitslücken schließen
  • Custom ROMs halten Smartphones über lange Zeit aktuell

Nachteile eines Custom Roms


  • Nutzer haben keinen direkten Nachteil sich aus einem Custom-ROM für einen Nutzer nicht
  • ausser das ein Root-Zugriff vorausgesetzt wird
  • Gerät verliert seine Garantie in den meisten Fällen
  • nur ROMs welche auch explizit für das Gerät entwickelt wurden dürfen benutzt werden

Sorgsames achten auf jedes Detail achten und ein voller Akku sind daher Pflicht beim Flashen und Rooten.


Firmware

Software die in einem elektrischen Gerät eingebettet ist (firm=fest) und sich nicht durch den Endnutzer verändern lässt. Die Firmware lässt sich nur durch spezielle technische Mitteln austauschen. Diese Software ist in einem Flash-Speicher gespeichert.


IMEI: International Mobile Station Equipment Identity

Dabei handelt es sich um eine 15 stellige  eindeutige Seriennummer mit der sich jedes UMTS als auch GSM-fähiges Gerät identifizieren lässt. Zu beachten ist das Dual-Sim Geräte zwei IMEI Nummern besitzen. Aufgerufen werden kann die IMEI über das Tastenkürzel *#06#.

Wie ist eine Seriennummer aufgebaut? Die ersten 8 Stellen bilden den TAC (Type Allocation Code), die darauf folgenden 6 Stellen bilden die eigentliche Seriennummer des Gerätes und die letzte Zahl ist die Prüfziffer CD (Check Digit).


Kernel

Ist der zentrale Bestandteil eines Betriebssystems in dem die Prozess- und Datenorganisation verwaltet wird. Darauf bauen alle weiteren Softwarebestandteile des Systems auf. Daneben bildet der Kernel die unterste Softwareschicht in einem Betriebssystem.


Launcher

Der Launcher stellt unter Android die erste sichtbare Oberfläche dar.

Ein Launcher ist somit der Desktop eines Android Smartphones, wo man wie bei Windows Verknüpfungen und Widgets und Apps ablegen kann. Jeder Androide kommt standardmäßig mit einem vorinstallierten Launcher. Wobei jeder Hersteller auf seine eigene Kreation setzt und dieser anders aussehen und anders zu bedienen sind.  So hat beispielsweise HTC die Launcher-Oberfläche “HTC Sense” und Samsung die Launcher-Oberfläche “TouchWiz” vorinstalliert.

Der Launcher lässt sich recht einfach ersetzen mit alternativen Launchern, beziehungsweise erweitern und anpassen. Dies geschieht durch Installation anderer Launcher oder Erweiterungen für den Bestehenden.


RAM

Random Access Memory kurz RAM heißt übersetzt ins Deutsche Direktzugriffsspeicher und ist ein flüchtiger Speicher. Flüchtig bedeutet das die Daten solange gespeichert bleiben bis die Versorgungsspannung unterbrochen wird. Dieser Speichertyp wird meistens aus Silizium hergestellt.


Recovery

Viele Handys besitzen einen Recovery-Modus der je nach Gerätehersteller unterschiedlich aufgerufen werden kann. Dabei handelt es sich um ein kleines Betriebssystem das dem MS-DOS ähnelt. Quasi eine Text Konsole in der Text eingegeben werden kann um gewisse Sachen zu ändern. Ein Recovery empfielt sich wenn das Smartphone Probleme macht oder man es auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen will oder einfach zur Fehlerbehebung.


Root

Was bedeutet Root?

Root bezeichnet im Unix/Linux-Bereich einen Nutzer welcher volle Zugriffsrechte auf das Betriebssystem besitzt. Weil das Android System als  Basis einen Linux Kernel hat, entnahmen die ersten findigen Entwickler der Android Szene diesen Begriff. Man sprach von nun an vom "Rooting" oder Super User, wenn volle Zugriffsrechte auf einem Android Gerät erlangt werden. Root kann als Pendant zum Jailbreak angesehen werden.

 

Was bringen einem Root Rechte?

Die Möglichkeiten und Anpassungen lassichen sich enorm erweitern. Hier einige Beispiele:

 

  • Erhöhung des CPU Taktes zur Performancesteigerung
  • Runtertaktung der CPU zur Erhöhung der Akkuleistung
  • Um nervige System Apps und Bloatware löschen
  • Um die Oberfläche weitreichender anzupassen
  • Um Funktionen nachzurüsten
  • Für spezielle Apps die ohne Root nicht laufen
  • Backup des kompletten Smartphones ohne Umwege
  • Und  noch einiges mehr


Welche Risiken bestehen?

Ungeachtet aller Vorteile sind vor allem folgende Risiken zu nennen:

 

  • Eventueller Garantieverlust (nicht bei allen Herstellern)
  • Durch Löschen wichtiger System Apps und Daten kann das Gerät in den Bootloop versetzen
  • Fehler beim Rooten können das Gerät unbrauchbar machen
  • In vielen Fällen keiner Hersteller Updates mehr
  • Viren und 3rd Party Apps können erhebliche Schäden am System anrichten

Software Update/Downgrade

Softwareupdates enthalten in der Regel kleinere oder größere Verbesserungen wie etwa die Optimierungen der Performance , das schließen von Sicherheitslücken und vorallem Fehlerbeseitigungen.

Bei größeren Versions Sprüngen kommen auch meistens neue Funktionen hinzu.

 

Deshalb gilt es immer nach der neuesten Versionen Ausschau und das Gerät zu updaten. Die meisten Hersteller statten ihre Geräte mit einer OTA Funktion für Updates aus. Die Updates werden nach der Einrichtung automatisch über das das Internet auf das Smartphone geladen und installiert.

In seltenen Fällen kann ein Update aber auch fehlschlagen oder das Smartphone unsauber laufen lassen.

Hier empfielt es sich wieder zurück auf eine ältere Version zurück zu kehren.


S-On / S-Off

Dabei handelt es sich um einen Schreibschutz der Patiotionen im Gerät. S-On meint damit das die Partitionen schreibgeschützt sind, S-Off deaktiviert diese Funktion. Es gleicht dem Root-Zugriff um auf alle Teile des Gerätes Zugriff zu erhalten. Zum Beispiel: Mit S-Off können die Daten und Systempartitionen vergrößert werden oder es kann ein beliebiges Custom-Rom aufgespielt werden.